Interna

Religion

Kaum ein anderes Fach ist an den Berufsbildenden Schulen so umstritten wie der Religionsunterricht. Dabei bestreitet fast niemand, dass der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen der dualen Berufsausbildung eine wachsende Bedeutung zukommt. Die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklungen und die ständig steigenden Anforderungen an die jungen Auszubildenden rücken die persönlichen und sozialen Kompetenzen immer mehr in den Mittelpunkt.

Vom Einzelnen wird viel verlangt in Bezug auf fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten, er muss auch und gerade im Arbeitsprozess seine Entscheidungen persönlich verantworten können. Hier leistet der Religionsunterricht seinen spezifischen Beitrag für die jungen Auszubildenden.

In ihm werden Fragen nach der Zuversicht angesichts einer bedrohten gemeinsamen Zukunft aufgeworfen und besprochen. Religiöse Bildung ist ein offenes Angebot einer persönlichen Vergewisserung und Orientierung, um sich in einer unübersichtlichen Welt zurechtzufinden. Orientierung lebt von klaren Maßstäben und Antworten auf die Frage nach dem Sinn dessen, was den Einzelnen und allen gemeinsam widerfährt. Der Religionsunterricht an Berufsbildenden Schulen hilft den Auszubildenden in dieser wichtigen Orientierungsphase, selbstbewusst und urteilsfähig zu werden.

Dieses Informationsblatt, das dem Inhalt nach dem Faltblatt des „Landesarbeitskreises Handwerk und Kirchen in Niedersachen“ entspricht möchte dazu beitragen, Vorurteile gegenüber diesem umstrittenen, aber doch so eminent wichtigen ordentlichen Unterrichtsfach an Berufsbildenden Schulen zu korrigieren und damit zu einer sachgerechten Diskussion anregen.

BBS I - Lüneburg