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Warum Religionsunterricht in der Berufsausbildung

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, warum Religionsunterricht in der Phase der Berufsausbildung so wichtig ist, dann lesen Sie hier mehr:

Der Einstieg in die Berufsausbildung bedeutet für junge Menschen eine tiefgreifende Veränderung. Sie ist geprägt durch die Spannung zwischen Neugierde und Verunsicherungen. Im berufsfachlichen Bereich werden vor allem berufsspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Auch der Religionsunterricht leistet wichtige Beiträge für die Berufsfähigkeit. Er steht im Dienst der Berufsausbildung. Der Religionsunterricht hilft den Auszubildenden, in dieser wichtigen Orientierungsphase selbstbewusst und urteilsfähig zu werden.

In konfessioneller Offenheit werden Fragen nach Gott und Jesus Christus, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen menschlichen Handelns thematisiert.

Der Religionsunterricht in der Berufsschule unterscheidet sich von dem gleichnamigen Fach in allgemeinbildenden Schulen. Er gewinnt sein Profil durch seine Berufsbezogenheit und durch die Berücksichtigung der sich stark ändernden Lebenssituation der Auszubildenden.

Die Inhalte des Religionsunterrichtes sind hier beschrieben

Menschliches Miteinander im Betrieb

Im Religionsunterricht werden Wert und Würde des Menschen in seiner Ebenbildlichkeit zu Gott betont. Fragen des menschlichen Miteinanders, vor allem im Betrieb, aber auch in Partnerschaft und Gemeinschaft, in Freizeit und in Familie, werden behandelt.

Der Arbeitsplatz –Teil der Schöpfung

Der junge Mensch arbeitet in seinem Beruf an der Gestaltung und Entwicklung der Welt mit. Vor diesem beruflichen Hintergrund werden Freiheit und Verantwortung zur Sprache gebracht. Im Religionsunterricht wird die Möglichkeit eröffnet, die Welt, die der Menschheit zur Gestaltung und Pflege anvertraut  ist, als Schöpfung Gottes zu deuten.

Begegnung mit dem Anderen

In der Gesellschaft und am Arbeitsplatz ist der Kontakt und das Zusammensein mit Menschen anderer Nationalitäten, Kulturen und Religionen alltäglich geworden. Der Religionsunterricht leistet einen Beitrag zu mehr Verständnis und Toleranz.

Orientierung im religiösen Supermarkt

Die Individualisierung kann zu einer Verarmung im Umgang miteinander führen. Jugendliche suchen nach religiöser Orientierung und Formen, in denen sie soziales Miteinander erleben können. Christliche Rituale, Symbole und Feiern sind darum Gegenstand des Religionsunterrichts in der Berufsschule.

Krisenerfahrungen

Der Religionsunterricht hat besondere Bedeutung für die Wertebildung junger Menschen. Er bietet durch Gespräche über Abbruch des Ausbildungsverhältnisses, Drogen- und Gewalterfahrungen, Verkehrsunfälle oder Selbsttötung Hilfen aus christlicher Sicht an. Dadurch kann er konkrete Lebensbegleitung sein.

Nähe zu anderen Lernfeldern

Im berufsbezogenen Religionsunterricht wird die Zusammenarbeit mit anderen Lernfeldern des Ausbildungsberufes gesucht. In Projekten bringt die Lehrkraft für das Fach Religion biblisch-christliche Perspektiven ein.

BBS I - Lüneburg